Die Idee

Es ist unser besonderes Anliegen, aufzuzeigen, auf welch geschichtsträchtigem Boden wir heute leben und die Schätze unserer Stadt in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Der „Cappenberger Barbarossakopf“, der seit Jahrhunderten in der Stiftskirche des Schlosses Cappenberg, im gleichnamigen Ortsteil unserer Stadt, aufbewahrt wird. Diese einmalige Porträtbüste ist ein Geschenk des Kaisers an seinen Taufpaten Otto von Cappenberg um 1160. Sie gilt als erste unabhängige Porträtdarstellung der abendländischen Kunst und ist eines der bekanntesten Kunstwerke der Stauferzeit, das man eher in einem Nationalmuseum, als in einer Pfarrkirche vermuten würde. In einer zu Lebzeiten des Kaisers entstandenen Urkunde wird es als „Kopf nach dem Bild des Kaisers“ bezeichnet. Da Otto von Cappenberg seinen Besitz dem Prämonstratenserorden vermachte, gelangte der ursprünglich versilberte Kopf in den Besitz der Kirche, wurde vergoldet und in ein Reliquiar umgewandelt.

Briefmarke

Briefmarke der Deutschen Bundespost

Das Kunstwerk hat über mehr als 800 Jahre Kriege, Plünderungen und politische Umwälzungen unbeschadet überstanden, womöglich weil seine Bedeutung in Vergessenheit geriet und erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt wurde.

In allen großen Ausstellungen über das Mittelalter galt es in den zurückliegenden Jahrzehnten als eines der herausragenden Exponate, wurde beispielsweise 1977 als Symbol des Stauferjahres in Baden-Württemberg und seinerzeit sogar auf einer Briefmarke der Deutschen Bundespost abgbildet.

Bayer-KullaDie Idee